Der Große Törl-Weg

Das besondere Bergerlebnis für sportliche Wanderer

7 Törln, 4 Gipfel und 3 Hütten – die West-Ost-Durchquerung der Lienzer Dolomiten ist ein besonderes Bergerlebnis für sportlich Ambitionierte. Wanderer mit größeren Kindern marschieren durch eine großartige Gebirgskulisse von Hütte zu Hütte, der erfahrenere Bergsteiger bezwingt zusätzlich praktisch „im Vorbeigehen“ die schönsten Gipfel der Lienzer Dolomiten wie die Große Sandspitze, die Große Gamswiesenspitze oder den Spitzkofel. Einige sind leicht zu ersteigen, andere erfordern alpinistisches Können (Klettersteige). Die Tour lässt sich in 4 bis 5 Tagen bewältigen.

1. Etappe

Aufstieg zur Kerschbaumer Alm. Ausgehend vom Parkplatz Klammbrückl folgt man dem markierten Steig oberhalb des Schotterwerkes und erreicht den Leisacher Almbach. Nun geht es hinauf zum Daprakreuz und von dort über flacheres Gelände am rechten Talhang einwärts. Nach ca. 2 Stunden biegt das Tal nach links. Man folgt dem Weg bis zu einer großen Moräne, die den Zugang zum Kuhbodentörl eröffnet. Von dort folgt man dem Steig, sich rechts haltend, Richtung Hallebachtörl. Anschließend geht es über Rücken und Mulden hinab zur Kerschbaumer Alm. Bergsteiger mit guter Kondition nehmen noch den Aufstieg auf den Hausberg der Lienzer, den Spitzkofel, in Angriff.

2. Etappe

Übers Kerschbaumer Törl zur Karlsbader Hütte. Von der Kerschbaumer Alm geht es hinauf zum Kerschbaumer Törl. Knapp vor Erreichen des Törls zweigt ein Steig ab, der in Serpentinen zum Gipfel der Großen Gamswiesenspitze führt. Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg. Nun geht es kurz hinauf zum Kerschbaumer Törl, von wo aus schon das Tages-Etappenziel – die Karlsbader Hütte – zu sehen ist.

3. Etappe

Panoramaklettersteig – Große Sandspitze. Tag 3 gilt der Bewältigung des längsten Klettersteiges in den Lienzer Dolomiten, der auf den höchsten Punkt der Berggruppe, auf die Große Sandspitze, führt. Von der Karlsbader Hütte geht es zuerst aufwärts in Richtung Laserzwand. Unter der überhängenden Südwand des Roten Turms vorbei erreicht man die Einstiegsstelle des Panoramaklettersteiges – ein Auf und Ab über sechs Gipfel mit wunderbaren Tief- und Ausblicken beginnt. Hier sind Klettersteigerfahrung und Kondition gefragt. Die Abstiegsrouten „Ari-Schübel-Weg“ oder „Gebirgsjägersteig“ können, wenn man nur die Große Sandspitze besteigen möchte, auch im Aufstieg begangen werden.

4. Etappe

Am Dreitörlweg bis zum Hochstadel Schutzhaus. Die Etappe startet mit dem Aufstieg zum Laserztörl. Von dort geht es rund 400 hm abwärts zur Lavanter Alm. Anschließend führt ein kurzer Anstieg zunächst auf das Kuhleitentörl. Nach kurzem Ab- und Aufstieg erreicht man, vorbei an bizarren Felsgestalten, das Baumgartnertörl. Der Steig zieht sich nun weiter zum Leitentörl. Die Etappe findet nach einem Abstieg und der Wanderung in einem südseitigen Halbkreis um den Hochstadel herum beim Hochstadel Schutzhaus ihren Abschluss. Bei ausreichender Kondition bietet ein Abstecher vom Dreitörlweg auf den Hochstadel ein weiteres Highlight.

5. Etappe

Nach einer Nacht im Hochstadel Schutzhaus geht es hinunter nach Pirkach, von wo aus es noch 4 Kilometer bis zum Oberdrauburger Bahnhof sind. Alternativ zum langen Abstieg kann man sich ein Hüttentaxi vorbestellen.

Der große Törlweg

Ausgangspunkt:
Klammbrückl in Leisach
Endpunkt:
Bahnhof Nikolsdorf
Höchster Punkt:
2681 m
Gehzeit Gesamt
10 h
Streckenlänge
40 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
3600 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

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