Talrundweg Kals am Großglockner

Genusswandern für die ganze Familie in Kals am Großglockner

Das Wichtigste auf einen Blick

Streckenlänge
19.5 km
Höhenmeter Bergauf
🔋
760 hm
Höhenmeter Bergab
🔋
766 hm
Gehzeit Gesamt
6 h
Höchster Punkt
🞍
1582 m
Schwierigkeit
🞽
Leicht
Ausgangspunkt:
verschieden / variabel
Endpunkt:
verschieden / variabel
Beste Jahreszeit:
Frühling - Herbst
Routentyp:
Rundtour Familienwanderung
Gütesiegel:
Österreichische Wander Medalie

Anreise

Parkplatz
Parkplatz Großdorf
Parkplatz Dorfertal
Parkplatz Kals Zentrum
Parkplatz Lesach Zentrum
Parkplatz Arnig
Parkplatz Glor
Parkplatz Tembler

Hütten/Almen

Temblerhofgeöffnet
Gamsalmgeöffnet

Gasthof

Temblerhofgeöffnet
Gamsalmgeöffnet
Ködnitzhofgeöffnet

Höhenprofil

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Beschreibung

In 7 Etappen lässt sich der rund 19,5 km lange Talrundweges Kals von der ganzen Familie erwandern. Die liebevoll gestalteten, und mit Informationstafeln und Wanderkarten versehenen, Einstiegsstellen kennzeichnen die besten Startplätze für Ihr Familienabenteuer. Wer den gesamten Weg in einem Stück begehen möchte, kann sich auf sechs bis sieben Stunden pures Genusswandern freuen. Die Kinder werden an den Brunnen mit kristallklarem Trinkwasser und zahlreichen Spielplätzen ihre Freude haben und der Weg ist aufgrund der mäßigen Steigung auch optimal für Kinderwägen und Spaziergängen mit Kleinkindern geeignet. Ein Highlight des Talrundwegs bildet die 55m lange und 30m hohe Hängebrücke über den Ködnitzbach. Im Angesicht des Großglockners wird Ihre Familie zahlreiche Naturerfahrungen mit bleibenden Erinnerungen erleben können. 



ETAPPE 1: TAURER - TEMBLER (ca. 1 Std.)

 

Die Einstiegstelle Taurer erreicht man vom Parkplatz Dorfertal nach etwa 200 m. Direkt am Taurerwirt, mit Einkehrmöglichkeit, vorbei, trifft man nach kurzer Wanderung zum Lauschplatz Gschlöss, mit einem die Berge spiegelnden Weiher und Biotop. Ein Spielplatz erfreut die Kinder, die Eltern werden die Liegen genießen. Auf dem Talrundweg weiter folgen wir dem Rauschen des Baches talauswärts, linksseitig das Gradonna Mountain Resort, das zum Einkehren einlädt und einen herrlichen Blick über das Kalsertal bietet. Weiter führt der Weg zum Rastplatz Schoberblick, über dem Ortsteil Großdorf, um die eiszeitlich geprägten Geländeformen des Kalsertales mit den verschiedenen Schuttkegeln und die Gipfel der Schobergruppe, zu überschauen. Das heutige harmonische Ineinander von Siedlungsraum und Kulturlandschaft wurde über viele Bergbauerngenerationen gestaltet. Es bietet Lebensgrundlage und langwährende Tradition mit Einbindung des Tourismus im Nationalpark Hohe Tauern. Wie auch anderswo in Kals, weisen viele Häuser eine unvergleichbare bäuerliche Haus- und Hofarchitektur auf. Die schmuckvollen Tür- und Fensterrahmungen, die kunstsinnig verzierten Dachstirne und individuell gestalteten Balkone mit dem unverzichtbaren Blumenschmuck im Sommer. Allein sie verraten Freude an Formen und Farben. Westseitig von Großdorf fördern Sesselbahnen den winterlichen Schibetrieb. Wo uns das Mehrglockengeläute von der im Barockstil 1875 geweihten Dorfkirche St. Petronilla in Großdorf nachklingt, umschreiten wir die leichtkupierten Dorfer Felder auf dem großen Schwemmkegel des Raseggbaches. Aus dem einstigen Mosaik von Äckern und Feldern mit einer Fülle von Flurnamen - ein Spiegel weit zurückreichender Geschichte - ist eine einheitliche Wiesenfläche geworden, die eine neue Einseilumlaufbahn zum Cimaross, auf 2.405 m Höhe, am Nordgrat des Rotenkogels, überspannt. Dort erreichen wir den Temblerhof, der neben einer Stärkung, auch einen schönen Terrassenblick auf Großdorf und Bauernhoftiere, wie Esel, Zwergziegen und Zwergschafe zum Bestaunen, bietet.

 

 

ETAPPE 2: TEMBLER - LANA (ca. 0,5 Std.)

 

Vom Einstieg Tembler weiter, den Raseggbach überquerend, erreichen wir leicht abfallend den Ortsteil Lana, 1.304 m, vorbei am Figerhof, mit vierreihigen Balkonen, umzäunten Anger und den vielen Ziegen. Die mehrheitlich talauswärts schauenden Häuser in Lana bilden eine eigene kleine Rotte. Von dort erreichen wir rasch die Lourdeskapelle mit der Mutter Gottes in der Tuffsteingrotte und kommen anschließend zur Lanabrücke am Kalser Bach.

 

 

ETAPPE 3: LANA - ARNIG (ca. 1 Std.)

 

Von der Einstiegsstelle Lana, mit einigen Parkplätzen, an der rechten Uferseite des Kalserbaches entlang mit Weiden, Espen, Birken und anderen Laubgehölzen, tauchen wir in das Wassererlebnis des vorherrschenden Kalserbaches ein. Abwechslung verbürgen eine Rast am Fischteich, stille Biotope, Grundwassertümpel und vieles mehr. Die keineswegs leblosen Schotterfluren bereichert am linksseitigen Ufer ein Aussichtsturm und ein Grillplatz beim Kalkofen, ein stummer Zeuge lang verflossener Zeit. Nach dem überdachten Libenetsteg ist die Landesstraße erreicht, somit auch die Einstiegsstelle Knopfbrücke. Von dort auf dem etwas ansteigenden alten Arnigerweg zum südlich gelegenen Weiler Arnig, auf 1.311 m Seehöhe. Dort am Wassererlebnisplatz wurde beim Holzschnitzbach die Jagglermühle restauriert. Zahlreiche liebevoll gestaltete Wasserleitstellen, Schaukeln und eine kleine Klettermauer laden zum Spielen ein. Doch längst reift auf den von Klaubsteinmauern parzellierten Wiesen kein Korn mehr. Dessen ungeachtet ist uns im Gasthof Glocknerblick Speis und Trank sicher, da nun etwa die Halbzeit geschafft ist.

 


ETAPPE 4: ARNIG - OBERLESACH (ca. 1,5 Std.)

 

Von Arnig aus wird der Talrundweg wieder nordwärts fortgesetzt. Nach Überquerung der Knopfbrücke nach rechtsbiegend über den Uferweg am Lesachbach, gelangen wir zur Lesachbrücke, wo linker Hand der Ort Unterlesach liegt, mit dem schön erneuerten Dorfplatz, gleich nebenan die Gedächtniskapelle. Sie ist den Heiligen Johannes Nepomuk und Kilian geweiht. Auch hier bietet der Lesacherhof den Hungrigen eine Bleibe. Vom Einstiegspunkt Lesachbrücke mit Parkmöglichkeiten und dem dort errichteten Kinderspielplatz sowie Kneippanlage, führt der Talrundweg als Waldsteig in Kehren und teils auf bequemen Treppen etwa 15 Min. empor. Die Wanderung verflacht am Almweg ins Lesachtal, ehe wir den, aus der Schobergruppe heraneilenden, Lesachbach über die Sagbrücke auf die orografisch rechte Uferseite übersetzen. Uralte Steinmauern festigen diesen Bereich mit schattenliebenden Moosen und den in den Steinfugen haltsuchenden Tüpfelfarnen. Als wahre Promenade schwenkt der Weg wieder talauswärts fort und man sollte sich Zeit und Aufmerksamkeit für die Vegetation entlang der bergseitigen Steinmauern gönnen. Stachelbeeren und Wiesenblumen neigen über die niedrige Mauerkrone und ihr zu Füßen fühlen sich Akelei und Hauswurz wohl. Auch die Königskerze liebt den steinigen, trockenen Platz mit von Juli bis September gelb leuchtenden Blütenständen. Auf etwas breiterem, grasbewachsenen Weg erreichen wir auf einer Hangkanzel die kleine Bergsiedlung Oberlesach.

 

 

ETAPPE 5: OBERLESACH - GLOR (ca. 1 Std.)

 

Auch in Oberlesach, auf 1.526 m Seehöhe, findet der interessierte Wanderer eine aufschlussreiche Infotafel. Stattliche Bauernhäuser, die in alter Bausubstanz von lebendiger Schönheit geblieben sind, reihen sich vor der Kulisse des Glödis, ein altbekanntes Motiv bietend. Dem pyramidal aufragenden Glödis im Lesachtal ist noch ein Kleingletscher unter der nordwestlich senkrecht abfallenden Gipfelwand verblieben. Von dieser Anhöhe schauend, rückt der Ortsteil Lana ins Blickfeld und die darüber bis nahe zum Kals-Matreier-Törl hochragenden Waldungen. Zum Hören und Beobachten lädt die von Oberlesach fortführende Wegetappe ein. Vorerst ist es ein von knotigen Eschen bewachter Feldweg, dann ein leichtes Gefälle auf einem kiesbestreuten Waldweg. Es schließt daran unter schattenspendenden Fichten eine kurzseitig etwas ansteigende Waldpromenade, die den Lebensraum von Buchfink, Birkenzeisig oder Weidenmeise u. a. durchdringt. Den weiten freien Himmel beherrschen der Wanderfalke, Steinadler und Bartgeier. Von rustikalen „Glocknersesseln“ und Infotafeln schauen wir vom Rastplatz Panoramablick auf den Ortsteil Ködnitz hinunter. Eine nähere Beschreibung zum Ortszentrum finden Sie unter dem „Kulturweg Ködnitz“. Wieder umschließt den Weitergehenden der Waldschatten, den bald der von Nordosten andrängende Ködnitzbach durchlichtet. Eine breite Schlucht klafft über graufarbenem Schotter- und Blockgeschiebe, angeschwemmt, an die zum Schutze der bachab lagernden Siedlungen Glor und Kals, errichtete Geschiebesperre. Eine 55 m lange und 30 m hohe, aus Metallelementen gefertigte, solide im Fels verankerte Hängebrücke. überquert dort die breite Schlucht und den (besonders bei Schneeschmelze und nach Regenschauern) brausenden Gebirgsbach, der aus dem Glocknermassiv gespeist wird. Ein wahrlich betörender Tiefblick, ein spürbar schnellerer Herzschlag, dann noch ein Foto der uns Nachfolgenden, auf dem schmalen, leicht schwankenden Steg. Die Einstiegsstelle Glor bietet auch den kürzesten Weg zur Hängebrücke.

 


ETAPPE 6: GLOR - BURG (ca. 1,5 Std.)

 

Von der Hängebrücke erreichen wir über einige zaungesäumte Steigkehren erneut einen lichtdämpfenden Waldweg, ein kleines Dahinbummeln in der Heimstätte für Hasen, Füchse und Rehe. Wir wandern auf dem alten Lucknerhausweg, den wir bald nach der Abzweigung zum Roanerhof, nach links, bergwärts verlassen. Harzduft weht aus dem Wald und umfängt einen „Lärch“, den die Last seiner 500 Jahre arg gezeichnet hat. Eben und erholsam schlängelt sich der Weg am Waldhang dahin, ehe wir auf blütenreicher Wiese mit Margeriten und Vergissmeinnicht an einem sonnverbrannten Stadel vorbeikommen und wenige Minuten später die Kalser Glocknerstraße queren – und an welcher Stelle der liebevoll gestaltete Rastplatz Ranggetin uns erhabenen Ausblick auf den Talkessel gewährt. Die 1980 fertiggestellte, vom Kalser Ortsteil Burg ausgehende, 7 km lange Straße erschließt die Almen im Ködnitztal, den Berggasthof Lucknerhaus und erleichtert den Zugang zu den Schutzhütten im Vorfeld des Großglockners. Von der Straße abzweigend, den Talrundweg Kals weiter folgend Richtung Burg, tauchen wir in das Bannwalddunkel, auf federndem „Plissen“ *) Untergrund, wo im typisch hüfthohen Unterwuchs lilafarbene Waldreben (Clematis) sich festranken und nahe der Feldflur vereinzelt Berberitzen und Roter Hollunder wachsen.

 

*) abgefallene Baumnadeln

 


 

 

ETAPPE 7: BURG - TAURER (ca. 1 Std.)

 

Auch der Ortsteil Burg verdient einen kurzen Aufenthalt, wo im Wechselspiel von Natur und Kultur die kleinräumige Vielfalt auf Hof und Flur einen ganz eigenen Lebensraum durch harte Handarbeit geschaffen haben. Bei Burg (früher „Wurk“), auf einem nacheiszeitlichen Bergsturz gelegen, weisen die ältesten menschlichen Spuren im Kalser Tal in die Jungsteinzeit. Auf einer vorgeschichtlichen Kultstätte wurde 1978 von Josef Kerer und seinen Helfern die geheimnisumwitterte Felsenkapelle errichtet, und der Rosenkranzkönigin geweiht. Im Erdreich wurden Tierknochen von Bären und Steinböcken freigelegt. Eine Infotafel berichtet von den Funden. Von der Siedlung Burg aus entdeckt man auch weit oberhalb die Ruine St. Peter, 1.695 m, auf felsigem, steilen Waldhang gelegen. Allerdings sind nur noch karge Mauerreste vorhanden. Es dürfte sich hier um Teile des ältesten sakralen Baues im Kalser Tal handeln. Auf einem weiterführenden Waldsteig geht es zu den Anwesen von Spöttling und Taurer, wo wir die Beschreitung der Talwegrunde Kals schließen. Von hier aus zweigt auch der vielbegangene Weg ins berühmte Dorfertal ab, mit der wildromantischen Dabaklamm und geschichtsträchtigem Nationalparkgeschehen. Zur abschließenden Einkehr lädt wiederum das Wanderhotel Taurerwirt.

 


 

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