Der Urlaub ist längst zum Optimierungsprojekt geworden. Orte werden gespeichert, Restaurants vorab reserviert, Touren recherchiert und freie Stunden mit Aktivitäten gefüllt. Dazu kommt der Wunsch, Erlebnisse festzuhalten: das perfekte Motiv suchen, den Sonnenaufgang fotografieren, ein Selfie vor der Bergkulisse machen und den Moment unmittelbar mit anderen teilen. Dabei kann etwas leicht verloren gehen: den Ort und das Gefühl tatsächlich wahrzunehmen.
Statt möglichst viel zu erleben, wächst die Lust daran, etwas wegzulassen. Für den Tourismus ein Perspektivwechsel, für Osttirol eher eine Rückbesinnung auf das, was die Region schon lange ausmacht. Die österreichische Feriendestination zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern, den Lienzer Dolomiten und dem Karnischen Grenzkamm setzt seit jeher auf ihre natürlichen Begebenheiten – ihre weitgehend unverbaute Landschaft, kleine, gewachsene Strukturen und viel Raum für Erlebnisse in der Natur.