Der Iseltrail

Genusswandern am letzten noch frei fließenden Gletscherfluss der Alpen

Einzigartige Erlebnisroute durch eine magische Wasserwunderwelt mit individuell wählbaren Teilstrecken – Erkundungstouren ab sofort möglich!

 

Von der sonnigen Dolomitenstadt Lienz im grünen Talboden bis zum arktischen Gletschertor im Nationalpark Hohe Tauern. Von lieblicher Kulturlandschaft in abgeschiedene Alpinwildnis. Immer begleitet vom erfrischenden Ur-Element Wasser, vorbei an Auen, Schotterbänken, Schluchten, Stromschnellen und Wasserfällen: Der neue Iseltrail legt die pulsierende Lebensader Osttirols als Fließband märchenhaft unberührter Naturschönheiten offen.

 

Und Naturbegeisterten – auch ohne alpinistische Erfahrung – eine grandiose Gebirgswelt zu Füßen. Mal besonnen an pittoresken Szenerien vorbeirauschend, mal dramatisch tosend in ungezügeltem Temperament, mal geheimnisvoll gischtend zeigt sich der Fluss mit vielen Gesichtern. Ob Naturliebhaber, Genusswanderer, Wildnisfan oder Hitzeflüchter: Folge deinem Fluss.

 

Erkundungen des neuen Iseltrails sind ab sofort mittels GPX-Koordinaten möglich.

Eine durchgehend markierte Wanderroute mit zahlreichen neuen Blickpunkten auf magische Plätze geht im Frühling 2020 an den Start. Der Iseltrail nutzt dabei überwiegend bestehende Wege. Alle baulichen Maßnahmen erfolgen behutsam, um die Natur zu schonen. Mit einer Gesamtlänge von 74,19 Kilometern und insgesamt 2169 Höhenmeter bergauf gliedert sich der Iseltrail in 12 individuell wählbare Teilstücke. Begehbar auf dreierlei Art:

  • Kostenlose Shuttles zu und von den einzelnen Teilstrecken mit einer fixen Unterkunft
  • Wanderung von Teilstrecke zu Teilstrecke mit verschiedenen Unterkünften
  • Wanderung mit Zelt – von Campingplatz zu Campingplatz

Attraktionen am Iseltrail

Die Isel ist ein Fließband der Naturschönheiten. 

Die Tamarisken-Inselwelt zwischen Lienz und Huben:

Als gemächlich strömender Tieflandfluss offenbart die Isel vor beeindruckendem Hochgebirge idyllische Inseln, Au-Wäldchen, Schotterbänke – und die Tamariske als Pflanzenrarität; Rastplätze bei Stränden inklusive

Der Daberer Wasserfall bei Schlaiten:

Kaskaden ergießen sich mit erfrischendem Gischt-Regen wildromantisch in eine tief eingeschnittene Schlucht

Die Katarakte von Feld:

Weite Schotterflächen begleiten schäumende Stromschnellen, Wasser umspült schimmernd das Gestein – ein erster Eindruck der wilden Isel

Der Virgener Katarakt:

In einer einsamen Schlucht, gesäumt von naturnahen Bergwäldern, stürzt sich die Isel über meterhohe Gesteinsstufen bergab – Erschließung 2020 geplant

Die Isel-Schlucht bei Bobojach:

Im schroff eingeschnittenen Canyon, der größten Schlucht am Iseltrail, brodelt, braust und rauscht es imposant in rasantem Tempo – ein neuer Steig ist in Planung

Die Isel-Schlucht bei Bobojach:

Im schroff eingeschnittenen Canyon, der größten Schlucht am Iseltrail, brodelt, braust und rauscht es imposant in rasantem Tempo – ein neuer Steig ist in Planung

Der Zopatnitzen-Wasserfall bei Prägraten:

In einem Seitental bei Prägraten schießt der Zopatnitzen-Bach durch eine steile Waldschlucht und hüllt den Felskessel in heilsamen Wassernebel

Die Glo-Schlucht bei Hinterbichl/Ströden:

Ungezügelte Naturgewalten toben in einem senkrechten Riesen-Felsspalt – Impressionen von Klamm und Wasserfällen bietet eine Aussichtskanzel, eine Aussichtsplattform ist ab 2020 geplant

Der Strödener Wasserfall:

Geheimnisvoller, versteckter Katarakt, von der Brücke bei Ströden in der Ferne sichtbar

Die Unteren Umbalfälle:

Die tosende Wasserwildnis mit glitzernden Fontänen ist die Haupt-Attraktion des Tales – auf dem Wasserschaupfad und einigen kühn in die Gischt hinausragenden Plattformen lassen sich die Wasserberühmtheiten bewundern

Die Oberen Umbalfälle:

Gewaltige Wassermassen stäuben über alpine Abgründe – ein einzigartiges Naturschauspiel – Erschließung per Stichweg ab 2020 geplant

Der Isel-Ursprung:

Im Nationalpark Hohe Tauern verzaubern alpine Weite und entspannte Abgeschiedenheit. Die Krönung bietet schließlich der Ursprung der Isel beim Gletschertor des Umbalkees...

Die Etappen des Iseltrails

Iseltrail

Ausgangspunkt:
Lienz
Endpunkt:
Gletscherzunge am Umbalkees
Höchster Punkt:
2500 m
Gehzeit Gesamt
22 h
Streckenlänge
74.2 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
2169 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

Etappengliederung

Der Iseltrail gliedert sich in unterschiedlich lange Abschnitte, die jeweils zwischen den Ortschaften mit Möglichkeiten zur Verpflegung und Übernachtung verlaufen. Der Iseltrail kann daher recht flexibel begangen werden – je nach Lust und Laune, Kondition, Erholungsbedürfnis oder Freude am Ausschreiten. Im Folgenden findest du einen Vorschlag für 5 Etappen!

Iseltrail Etappe 1

Ausgangspunkt:
Lienz
Endpunkt:
St. Johann im Walde
Höchster Punkt:
752 m
Gehzeit Gesamt
4:30 h
Streckenlänge
15.727 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
122 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

Iseltrail Etappe 2

Ausgangspunkt:
St. Johann im Walde
Endpunkt:
Matrei in Osttirol
Höchster Punkt:
968 m
Gehzeit Gesamt
4 h
Streckenlänge
14.241 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
229 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

Iseltrail Etappe 3

Ausgangspunkt:
Matrei in Osttirol
Endpunkt:
Prägraten am Großvenediger
Höchster Punkt:
1267 m
Gehzeit Gesamt
5 h
Streckenlänge
15.378 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
491 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

Iseltrail Etappe 4

Ausgangspunkt:
Prägraten am Großvenediger
Endpunkt:
Clara Hütte
Höchster Punkt:
2040 m
Gehzeit Gesamt
4:30 h
Streckenlänge
12.769 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
852 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

Iseltrail Etappe 5

Ausgangspunkt:
Clara Hütte
Endpunkt:
Gletscherzunge am Umbalkees
Höchster Punkt:
2500 m
Gehzeit Gesamt
5:30 h
Streckenlänge
16.076 km
🔋
Höhenmeter Bergauf
475 hm
🞽
Schwierigkeit
Mittel

Das Naturwunder Isel

Nur wenige große Flüsse in den Alpen können heute, unbeeinträchtigt von Staumauern, noch frei fließen. Die Isel in Osttirol zählt neben dem Lech in Nordtirol und dem Tagliamento in Friaul/Italien zu diesen letzten großen alpinen Wildflüssen Mitteleuropas. Nirgendwo ist ihre Wasserfülle für energiewirtschaftliche Zwecke gestaut oder in Kraftwerke abgeleitet. Über weite Strecken weist die Isel daher einen ungezügelten, sich stetig verändernden Flussraum mit einer besonderen Vielfalt an seltenen Lebensgemeinschaften und Arten auf. Das macht das einzigartige Naturerlebnis aus.

youtube video

Pulsierende Lebensader

Im Unterschied zu Lech und Tagliamento ist die Isel zudem ein Gletscherfluss. Sie entspringt am Umbalkees, hoch oben in der Wildnis des Nationalparks Hohe Tauern. Vom Gletscher rauscht sie als pulsierende Lebensader Osttirols hinab bis zu ihrer Mündung in die Drau in Lienz. Derart verbindet sie die Weite alpiner Abgeschiedenheit mit der Kulturlandschaft im Talboden.

 

Rare Ursprünglichkeit

Mit ihren Zubringern bildet sie ein riesiges ursprüngliches Gewässersystem. Auch ihre Zuflüsse sind weitgehend unberührt, eine Garantie für reinste Wasserqualität. Eine Seltenheit in der intensiv vom Menschen geprägten Landschaft. Die Isel ist somit der längste noch frei fließende und daher ökologisch funktionsfähige Gletscherfluss der gesamten Alpen.

 

Schwankende Wasserführung

Gletscherflüsse sind anders: Ihre Wasserführung schwankt je nach Tages- oder Jahreszeit deutlich, abhängig von der Schmelzwasser-Spende durch die Gletscher im Einzugsgebiet. Die Wasserführung von Gletscherflüssen in den Sommermonaten wird durch die Gletscherschmelze bestimmt und zeigt einen typischen Tagesgang: An einem kühlen Morgen fließt viel weniger Wasser als am Abend, weil der Gletscher weniger stark auftaut. Am frühen Nachmittag ist die Sonneneinstrahlung am Gletscher hingegen am stärksten, das Eis rinnt dahin. Im Fall der Isel erreicht das Schmelzwasser erst am frühen Abend die Tallagen und trifft in der Nacht bei der Mündung der Isel in Lienz ein.

 

Dynamischer Flussraum

In so einem dynamischen Flussraum können Hochwässer die Schottermassen umlagern und so immer neue Inseln, Schotterbänke und Uferbereiche schaffen. Dabei entstehen permanent neue Lebensräume, die wieder besiedelt werden. Das nennt man in der Fachwelt: Pionierstandorte. Diese sind Voraussetzung für eine Reihe von seltenen Tier- und Pflanzenarten, die sich an die ständige Veränderung angepasst haben und sie für ihren weiteren Bestand benötigen.

 

Pflanzenrarität Tamariske

Eine derartige Pflanze ist die Deutsche Tamariske (Myricaria germanica), die als einzige ihrer Gattung in Mitteleuropa vorkommt. Sie war früher – jedes ältere Botanik-Buch ist Zeuge – an unseren Flüssen weit verbreitet. Heute ist sie eine Rarität. Da sie sehr lichtbedürftig ist, Weiden und Erlen sie aber leicht überwuchern, kann sie sich auf Dauer nur dort halten, wo durch die Umlagerungsarbeit von Flüssen immer wieder neue Sand- und Schotterbänke entstehen.

 

Schutzgebiet als Flora-Fauna-Habitat

Die Tamariske ist ein untrügliches Indiz für die ungestörte Dynamik und ökologische Funktionsfähigkeit eines Flusses. Aus diesen Gründen wurde die Isel als Schutzgebiet gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU ausgezeichnet. Die Tamarisken sind vor allem im unteren Iseltal zu finden. Bitte die Tamarisken mit Respektabstand erleben und die Schotterbänke wegen brütender Vögel nicht betreten!

Die wichtigsten Fakten zur Isel

Ursprung: Umbal-Gletscher in 2.600 m Höhe
Mündung: Drau in Lienz in 668 m Höhe
Höhendifferenz: 1.932 Höhenmeter

Gesamtlänge: 57,26 km
Einzugsgebiet: 1.200,36 km²
Anteil natürlicher/naturnaher Fließstrecken: 100%

Besondere Fauna: Flussuferläufer, Äsche, Grasfrosch, Erdkröte, Gelbbauchunke, Fischotter, Huchen
Besondere Flora: Deutsche Tamariske

Wichtig:

Sonnen- und Regenschutz, bergtaugliche Kleidung (warme Sachen) und festes Schuhwerk mitnehmen!

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