Kosakenfriedhof


Im Mai 1945 flohen etwa 25.000 mit dem Deutschen Reich verbündete und aus dem Don- und Kaukasusgebiet stammende Kosaken von Oberitalien nach Osttirol. Die Auslieferung an die Sowjetunion bedrohte sie mit dem Tod oder der Verbannung nach Sibirien. Trotzdem wurden sie - ob Männer, Frauen oder Kinder - interniert und schließlich von britischen Truppen der Roten Armee übergeben. Wenigen gelang die Flucht. Die dramatischen Ereignisse rund um diese Deportation machten Osttirol zum ersten und einzigen Mal zum Schauplatz der Weltgeschichte. Dieses verdrängte Kapitel der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte wurde anlässlich des 60. Jahrestages im Jahr 2005 in einem Team um Harald Stadler, Martin Kofler, Karl C. Berger sowie Margarethe Oberdorfer, Reinhard Lobenwein und Klaus Schneider durch eine Ausstellung mit Begleitpublikation aufgearbeitet, welches großes regionales und internationales Echo hervorrief. Der Kosakenfriedhof in der Peggetz bei Lienz und der Gedenkstein an den Ataman aller Kosaken, General Helmuth von Pannwitz, in Tristach, erinnern noch heute an die so genannte „Tragödie an der Drau“. Gedenkfeier 2014 am Kosakenfriedhof Lienz/Peggetz: Samstag, 31.05.2014, 11.00 Uhr

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Kosakenfriedhof
Am Tristacher Steg
9900 Lienz

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