Hoch Tirol plus: Etappe 3 Johannishütte - Matreier Tauernhaus

Den "weltalten Majestät" Großvenediger als Tagesziel der dritten Etappe.

Das Wichtigste auf einen Blick

Höhenmeter Bergauf
🔋
1581 hm
Höchster Punkt
🞍
3653 m
Streckenlänge
24.292 km
Höhenmeter Bergab
🔋
2181 hm
Schwierigkeit
🞽
Schwer
Ausgangspunkt:
Johannishütte
Endpunkt:
Matreier Tauernhaus
Beste Jahreszeit:
FEB, MÄR, APR, MAI

Höhenprofil

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Aktuelles Wetter

Beschreibung

Von der Johannishütte (2.116m) orientiert man sich zunächst links vom Zettalunitzbach im Bereich des Sommerwegs zum Defreggerhaus in nordöstlicher Richtung. Nach einem ersten kurzen Steilaufschwung (Harscheisen je nach Verhältnissen ratsam) immer rechts haltend in Richtung eines Hochtals. Die Talstation der Materialseilbahn des Defreggerhauses deutlich links liegen lassen und das Gelände ausnützend immer weiter in Richtung Osten ansteigen. Die Routenführung ist in der Folge recht logisch, das Defreggerhaus ist weithin sichtbar. Unterhalb der Hütte wird ein etwas steilerer Hang gequert, hier sind Entlastungsabstände sinnvoll (kurze Stellen >35°).


Vom Defreggerhaus (2.963m) folgt man dem Verlauf des Sommerwegs weiter in nordöstlicher Richtung, bevor an einem Wegweiser auf 3.110m (Hinweisschild zu Gletscherspalten, Seil empfohlen) die Route kurz abwärts auf das Innere Mullwitzkees (Rainerkees) führt. Hier unbedingt anseilen und dem Gletscher in nordwestlicher Richtung leicht ansteigend in Richtung des flachen, aber weithin sichtbaren Rainertörls folgen.


Vom Rainertörl leicht nach Westen wendend auf dem Gletscherplateau in Richtung des schon sichtbaren Vorgipfels des Großvenedigers ansteigen. Zuletzt auf dem gratähnlichen Rücken mit Ski bis zu einem geeigneten Platz in Sichtweite des Hauptgipfels, SkidepotZu Fuß (Steigeisen aufgrund der Absturzgefahr sinnvoll) zum Hauptgipfel.


Vom Vorgipfel ist eine direkte Skiabfahrt möglich, hierfür in Richtung Osten orientieren und sobald das Gelände flacher wird im Gletscherbecken des Oberen Schlattenkees nun nach Nordosten fahren. In der Folge immer links halten, denn die direkte Linie führt unmittelbar in die Spaltenbrüche des Schlattenkees. Je nach Schneelage und Temperatur kann auf dem Weg zur Venedigerscharte (3.387m) sogar das Seil in der Abfahrt ratsam sein. An der Venedigerscharte weiter links halten und südlich des Kleinvenedigers leicht nach Osten wenden, um in Richtung Neue Prager Hütte abzufahren. Hält man sich möglichst weit oben (links = Norden), dann erreicht man das Ende des Schlattenkees auf rund 2.900m und kann in der Folge unterhalb der Neuen Prager Hütte auf die Alte Prager Hütte zuhalten.


Von hier an gibt es mehrere Varianten, die je nach Schneelage alle sinnvoll sein können. Entweder links haltend oder im Talboden entlang des Schlattenbachs hinaus in den Talgrund. Hier sind je nach Routenwahl noch mal kurze Passagen mit 35-40° zu befahren, bevor am Ende möglichst viel Schwung übrig sein sollte, um im Talgrund weniger Schieben zu müssen. Spätestens ab der Brücke, wo man auf die nördliche Bachseite wechselt, müssen knapp zwei Kilometer im Skatingschritt oder durch Anschieben zurückgelegt werden. Vorbei am malerischen Innergschlöss geht es hinaus ins Außergschlöss. Ab hier wieder Abfahrt möglich (je nach Schneelage) – Vorsicht auf Fußgänger geben. Bei guter Schneelage geht die Abfahrt bis zum Matreier Tauernhaus (1.511m).


Die generelle Lawinengefahr ist mittel. Keine allzu steilen Passagen im Anstieg, die Abfahrt ins Innergschlöss liegt durch die ostseitige Exposition früh schon in der Sonne, hier sollte man aufgrund der tageszeitlichen Erwärmung nicht zu spät abfahren. 

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