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Geschichte 2016 - Manni Matschmonster

Manni Matschmonster ist total aufgeregt, denn heute ist der letzte Schultag. Gleich nach der Zeugnisverteilung geht es wieder ab nach Tirol. Manni besucht Lettenluis, seinen besten Freund, auf dem Bauernhof und verbringt seine Ferien dort. Auch andere Kinder machen Urlaub bei Lettenluis und so lernt Manni jeden Sommer neue Freunde kennen. Nach der Zeugnisverteilung stürmt Manni schnell hinaus auf den Schulhof. Seine Oma Gatschmarie wartet schon im Auto. Der Kofferraum ist vollgestopft mit allen Dingen, die Manni für seinen Urlaub braucht. Natürlich hat Oma Gatschmarie auch seinen waschechten Tirolerhut eingepackt. Sofort setzt Manni den Hut auf. „Juhu! Endlich geht’s los! Oma gib Vollgas!“ feuert er sie an.

Die Fahrt nach Tirol dauert ein paar Stunden, doch das macht Manni nichts aus. In der Ferne entdeckt er schon die hohen Berge der Alpen. „Bald sind wir da, Oma. Glaubst du, gibt es auf dem Bauernhof heute Gatschknödel mit Schnittlauch? Die mag ich doch am liebsten!“
Als Oma Gatschmarie ihr Auto auf den Bauernhof lenkt erwartet Lettenluis die beiden schon. „Wo wart ihr denn so lange? Ich dachte schon, ihr kommt heute gar nicht mehr“, lacht Lettenluis. „Manni, ich hab eine coole Idee, gleich morgen bauen wir den schönsten Matsch-Spielplatz in ganz Tirol!“ Manni Matschmonster ist begeistert. „Niemand baut einen besseren Matsch-Spielplatz als ich!“ ruft er. An diesem Abend ist Manni müde von der langen Autofahrt. Bald schläft er tief und fest in seinem Gästezimmer ein und träumt von den kommenden Abenteuern.

Am nächsten Morgen will Lettenluis Manni extra früh wecken, doch oh Schreck, das Bett ist leer. „Manni Matschmonster ist verschwunden!“ ruft er laut. Sofort kommen alle Kinder aus ihren Zimmern. „Wir müssen Manni unbedingt finden“, erklärt Lettenluis. „Für ein Matschmonster ist es nämlich gefährlich, alleine in der Sonne herumzulaufen. Manni muss immer wieder mit Wasser bespritzt werden, sonst trocknet seine Matsch-Haut aus und er bekommt tiefe Risse!“ Manni ist ein schusseliges Matschmonster. Bestimmt wollte er schon ganz früh mit dem Matsch-Spielplatz beginnen und hat sich dabei im Wald verlaufen. Die Kinder müssen sich sehr beeilen, um ihn noch rechtzeitig zu finden. Sie packen rasch ihre Rucksäcke. Lettenluis rennt in die Küche. Dort stibitzt er ein paar Gatschknödel und auch etwas Schlammkuchen nimmt er mit. Manni liebt Schlammkuchen über alles, damit kann man ihn bestimmt anlocken. Im Hof findet Lettenluis noch Mannis Lieblingsspielzeug, schnell stopft er es in seinen Rucksack. Endlich machen sich die Kinder und Lettenluis auf den Weg. Da frägt Lisa: „Gibt es ein besonderes Merkmal, woran wir Manni sofort erkennen können?“ Ja klar, er ist das einzige Matschmonster mit bunten Flecken.


Als erstes durchkämmen sie den gruseligen Wald hinter dem Bauernhof. Überall rascheln Blätter und knistern Äste. Manchmal liegen sogar umgestürzte Bäume auf dem Weg. Um Manni anzulocken, heben die Kinderdie Gatschknödel hoch und rufen immer wieder: „Manni, Manni, mach keinen Quatsch! Komm heraus, wir haben ganz viel Matsch!“ Doch Manni taucht nicht auf. Den Kindern bleibt nicht mehr viel Zeit. Als nächstes versuchen sie es mit dem Schlammkuchen. Jeder bekommt ein kleines Stück und hält es in die Höhe. Alle rufen gemeinsam: „Manni, Manni, mach keinen Quatsch! Komm heraus, wir haben ganz viel Matsch!“ Doch von Manni ist noch immer nichts zu sehen. Mittlerweile ist es schon Nachmittag. Die Sonne scheint vom Himmel und es ist richtig warm im Gruselwald. Für Manni wird es immer gefährlicher. Bei der Hitze trocknet er besonders schnell aus. Lettenluis macht sich große Sorgen um seinen besten Freund: „Wir müssen Manni finden, bevor es zu spät ist!“ Nun wird es auch den Kindern zu heiß, darum beschließen sie, bei einem kleinen See am Waldrand nach dem Matschmonster zu suchen und sich nebenbei im Wasser ein wenig abzukühlen.

Während die Kinder plantschen packt Lettenluis das Lieblingsspielzeug aus. Verzweifelt ruft er: „Manni, Manni, mach keinen Quatsch! Komm heraus, ich habe ganz viel Matsch!“ Doch nichts passiert. Lettenluis versucht es wieder und wieder. Wo steckt Manni bloß? Lettenluis ist kurz davor, die Suche aufzugeben, doch plötzlich ruft eines der Kinder: „Hierher, ich habe Mannis Tirolerhut gefunden!“ Lettenluis stürmt sofort los. Fast wäre er gestolpert und kopfüber in den See gefallen.  „Trödel nicht so rum Lettenluis, komm endlich her“, ruft Johannes, „wir haben Manni gefunden!“ Und tatsächlich, in einer kleinen Felshöhle am Waldrandkauert das völlig erschöpfte Matschmonster. Manni ist schon stark ausgetrocknet. Seine Matsch-Haut ist ganz hell und bröselig. Er hat es wohl nicht mehr selbst bis ganz zum See geschafft. „Schnell! Bringt Wasser und spritzt Manni ordentlich nass!“

In letzter Minute können die Kinder Manni Matschmonster vor dem Austrocknen retten. Alle sind froh und glücklich, dass die Suche noch einmal gut geendet hat. Als sich Manni erholt hat und die bunten Flecken auf seiner Haut wieder leuchten, bauen sie gemeinsam einen Matsch-Spielplatz, der so toll ist, wie kein anderer in Tirol.

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