Baumgartentörl, 2.330 m
Üblicherweise marschiert man beim Hochstadelhaus in aller Früh los, nachdem man am Vortag zu Fuß von Pirkach aufgestiegen ist oder sich per Hüttentaxi oder PKW den Weg dorthin erspart hat. Zuerst geht es sanft ansteigend ca. 1 ½ Std. Im Halbkreis um den Hochstadel südöstlich herum bis auf den Gratrücken beim Leiten Törl, 2.361 m. Der Steig führt nun in luftiger Höhe weiter bis zum Baumgartentörl, 2.330 m, teilweise über felsige Stellen, die etwas Vorsicht erfordern. Die Tief- und Ausblicke sind grandios, der Horizont ändert sich praktisch mit jedem Schritt – an jeder Ecke warten neue Überraschungen. Bizzarre, fotogene Felsgestalten begleiten den kurzen Abstieg, bevor man anschließend zum Kühleitentörl 2.283 m, aufsteigt. Nun geht es gut 200 Höhenmeter bis fast zur Lavanter Alm hinunter, was zu Folge hat, dass man für den Schlußhang bis zum 2.479 m hohen Laserztörl nochmals alle Kraftreserven mobilisieren muß (bis hierher 4-5 Std., eigentlich über vier Törln!). Der Blick hinab zum Laserzsee und zur Karlsbader Hütte lässt die Müdigkeit gleich wieder verfliegen und man wird beim kurzen Abstieg immer schneller, so als ob es fünf Minuten später bei der Hütte nichts mehr zum Trinken gäbe. Nach der wohlverdienten Labung wird man die restliche gute Stunde hinunter zur Dolomitenhütte auch noch durchhalten. Wenn man den Dreitörlweg in der Gegenrichtung geht, muss man fast 1 Stunde zusätzlich rechnen, weil 200 Aufstiegs-Höhenmeter mehr zu machen sind. Dafür ist aber dann ein Abstecher auf den Ochstadel als Abschluss besonders lohnend. Der kann natürlich auch umgekehrt vom Hochstadelhaus aus überschritten werden (+ 1 Std., felsig, I). Nur hat man dann das steilere Stück vom Gipfel im Abstieg und der Weiterweg bis zum Laserztörl wird dann recht zäh. Insgesamt ist also schon etwas Kondition und Bergerfahrung notwenig.
Eckdaten
Höhendifferenz: Pirkach bis Karlsbaderhütte ca. 2.200 m im Aufstieg und ca. 500 m im Abstieg)
Gehzeiten: ab Pirkach ca. 7 ½ - 8 ½ Stunden, ab dem Hochstadelhaus 4 ½ - 5 ½ Stunden, bei Überschreitung des Hochstadels verlängert sich die Tour um 1 1 ½ Stunden (dort beim südseitigen Abstieg zum Leitentörl stahlseilversicherte Kletterstellen, I)