
Genussrouten sind Wanderungen zum Thema Kulinarik, die in ganz Tirol angeboten werden. Aus über 40 eingereichten Projekten wählte eine fachkundige Jury insgesamt 15 Genussrouten aus. Die Jurymitglieder setzten sich aus Vertretern der Wirtschaftskammer/Sparte Tourismus, des Agrarmarketings Tirol, der Tiroler Wirtshauskultur, des Tiroler Köcheverbandes, der Vereinigung Slow Food und der Tirol Werbung zusammen.
Interessierte können entweder geführte oder ungeführte Streifzüge durch die heimische Genusslandschaft unternehmen. Auch Osttirol präsentiert sich mit einer besonders schmackhaften Fleisch- und einer köstlichen Fischspezialität: dem Osttiroler Berglamm und dem Huchen. Heuer startet die Pilotphase, in den kommenden Jahren will man mit dem Projekt voll durchstarten.
Die Idee hinter den Genussrouten ist eine verstärkte Auseinandersetzung mit heimischen Spezialitäten. Dabei sollen nicht nur die Verkostung und der Genuss im Vordergrund stehen, auch die Herkunft, die Erzeugung und die Veredelung von regionalen Produkten werden auf den Tiroler Genussrouten anschaulich präsentiert. Auf den Routen ist man vor allem zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit den Bergbahnen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs, um in aller Ruhe den gesamten Herstellungsprozess im Einklang mit der Natur zu verfolgen.

Die Osttiroler Genussrouten
Das Tiroler Steinschaf sucht seine Kräuter auf einer Höhe von bis zu 3.000 Metern. Deswegen ist es von besonderem Aroma, fettarm und zusätzlich reich an hochwertigem Eiweiß und Vitalstoffen. Die Wanderung der Genussroute „Berglamm" nimmt seinen Ausgang dort, wo sich hunderte solcher Schafe tummeln - bei den Oberstaller Almen im Villgratental. Als zwischenzeitliche Stärkung wird im Wurzerhof eine Osttiroler Berglammjause serviert, bevor es weiter geht zum Haus „Villgrater Natur" in Innervillgraten. Dort erfühlt und spürt man die Verwendungsmöglichkeiten von Schafprodukten, bevor Josef Mühlmann als Höhepunkt der Tagestour im 2-Hauben-Lokal Gannerhof Lammkeule aus dem Ofen mit Erdäpfelgratin serviert.
Der Huchen, auch Donaulachs genannt, ist nur in ausgewählten Gewässern angesiedelt und Küchenprofis begegnen dieser zarten Delikatesse mit großem Respekt. Per Bus erreicht man das Parkhotel Tristacher See, wo er in Quellteichen eingehend studiert werden kann. Fischzüchter führen Besucher durch die idyllische Teichlandschaft und informieren über Huchen, Zander und Forelle. Als Krönung des Ausflugs genießt man im 2-Hauben-Restaurant des Parkhotels den fangfrischen Huchen, gebraten in Butter.
Alle 15 Tiroler Genussrouten werden unter www.kulinarik.tirol.at online präsentiert. Weiters wird es eine Informationsbroschüre („So schmeckt Tirol") geben, in der das kulinarische Tirol umfassend dargestellt und die Routen im Detail beschrieben werden. Die Broschüren werden in den Tourismusbüros, in allen teilnehmenden Betrieben sowie im Tirol Shop aufgelegt und auf Anfrage ausgegeben.