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60 Prozent der Europäer sehen die Milchstraße aufgrund von Lichtverschmutzung nicht mehr

Sternegucker haben es immer schwerer. Straßenbeleuchtungen, flackernde Werbeschilder und Gebäudestrahler tauchen die Städte in ein stetig wachsendes Lichtermeer. Wo Ende des 19. Jahrhunderts die elektrische Beleuchtung in die Städte Europas einzog, leuchten diese heute zum Teil 4.000-mal heller als das natürliche Nachtlicht. Eine 2018 veröffentlichte Studie des Deutschen Geo Forschungs Zentrums (GFZ) zeigt, dass auch in vielen deutschen Bundesländern die nächtliche Beleuchtung wächst, Bayern wird pro Jahr um drei bis vier Prozent heller. Das hat Folgen für Mensch und Tier, denn nur bei Dunkelheit produziert der Körper das Schlafhormon Melatonin. Ohne Dunkelheit leben wir gegen unsere innere Uhr, schlafen zu wenig und können uns nicht ausreichend erholen.

Über einen Mangel an Dunkelheit können die Osttiroler nicht klagen. In einer Region, wo jedem Menschen rund sechs Fußballfelder Platz zum Natur genießen zur Verfügung stehen und es mehr Murmeltiere als Menschen gibt, ist die Luft extrem klar und Lichtverschmutzung ein Fremdwort. Die 266 Dreitausender garantieren somit einen endlosen Blick ins Firmament, an dem mehr als 6.500 Sterne leuchten. Es ist ein grenzenloses Glücksgefühl, wenn man dort umgeben von den höchsten Bergen Österreichs, die vielen funkelnden Zeitzeugen beobachtet. In diesen Genuss kommen Bergsteiger, die sehr früh morgens zu großen Gipfelabenteuern aufbrechen. Zum Beispiel im Nationalpark Hohe Tauern rund um den Großglockner und Großvenediger. Und wer in klaren Nächten auf der urigen Hochschoberhütte übernachtet, erlebt mitten in der unberührten Berglandschaft der Schobergruppe, weit weg von störenden Umwelteinflüssen, hautnah die ganze Kraft der Natur. Ein Traum für Sterngucker. 

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