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Etappe 9: Stüdlhütte - Lucknerhaus

Nach einer Nacht unterm Großglockner – näher als auf der Stüdlhütte kommt man seiner Majestät auf dem Adlerweg nicht mehr – ührt die Route ab jetzt vorwiegend in Richtung Süden. Über den Johann-Stüdl-Weg überwindet man die Pfortscharte und winkt kurz, mit Blick auf die Salmhütte, nach Kärnten hinüber. Weiter geht es auf dem Luckner Weg zur stattlichen Glorer Hütte am Berger Törl, danach abwärts durch das wiesenreiche Tal des Bergerbachs. Schließlich erreicht man das sonnig gelegene Lucknerhaus. Hier endet der Adlerweg, die Kalser Glocknerstraße schlängelt sich von dort abwärts. Aber zuerst einmal rasten, sich stärken und ausgiebig das schöne Gefühl genießen, am Ziel zu sein!

Blick von der Stüdlhütte (c) Fabian Pimminger
Ködnitztal (c) Fabian Pimminger
Adlerblick

Soviel grandiose Natur macht neugierig auf die Geheimnisse der Bergwelt. Wer die Zusammenhänge besser verstehen will, kann sich die Lehrpfade genauer ansehen: den „Geo-Lehrpfad“ am Luckner Weg und den „Lehrweg Glocknerspur-BergeDenken“, ausgehend vom Lucknerhaus. Auf dieser letzten Etappe wirft man gern auch immer wieder einen Blick zurück zum Hochgebirgsglück.

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Adlerkick

Die Pfortscharte bildet einen ausgesetzten Übergang auf 2.800 Meter. Auch hier sind wieder Geröll, Schuttreisen und abschüssige Stellen mit Hilfe von teilweise fest verankerten Seilen zu überwinden. Wegen der Gefahr eines Blitzschlages empfiehlt es sich nicht, diese Passage bei Gewittern zu bewältigen. Deshalb unbedingt bei der Tourenplanung Wetterinformationen einholen!

Adler Alpingeschichte

Johann Stüdl ist auf dieser Etappe der imaginäre Bergführer. Man übernachtet auf der nach ihm benannten Hütte und wandert ein Stück weit auf dem nach ihm benannten Weg. Johann Stüdl war ein bergbegeisterter Prager Kaufmann und ein exzellenter Bergsteiger. Er gehört zu den Begründern des Deutschen Alpenvereins und war auch maßgeblich an der Gründung des Kalser Bergführervereins, dem ersten der Ostalpen, im Jahr 1869, beteiligt. Durch seine Verdienste für den „Neuen Kalser Weg“ und die Errichtung der Stüdlhütte, die 1868 als Ausgangsstation für Glocknerbesteigungen auf der Fanotscharte eröffnet wurde, entwickelte sich Kals als wichtige Alternative zum Aufstieg über Heiligenblut. Heute werden rund 80 Prozent aller Anstiege zum Glocknergipfel von Kals aus durchgeführt. In den späten 1990er Jahren wurde die Stüdlhütte neu errichtet.

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