
Das Villgratental zweigt beim „Schloss Heinfels“ Richtung Norden ab. Der Anfang des Tales ist eng und bewaldet. Man erreicht zuerst die Ortschaft Außervillgraten. Von hier kommt man links an der Kirche vorbei zum Schigebiet „Thurntaler“. Rechts über den Bachlauf geht’s ins Winkeltal.
Geradeaus über die Landesstraße kommt man nach ca. 5 km Fahrt nach Innervillgraten, wo sich das Tal beachtlich weitet. Hier steht dem Touristen eine schöne Langlaufloipe zur Verfügung, die durchwegs bis Anfang April schneesicher ist.
Die Villgrater Berge
Die Villgrater Berge sind eine Untergruppe der Deferegger Alpen. Im Süden und Westen bilden die Villgrater Berge gleichzeitig die Grenze zu Italien. Im Norden grenzen sie das Defereggental ab, im Osten das Kristnertal, welches bei Mittewald vom Drautal abzweigt. Die höchsten Berge im Villgratental erreichen eine Höhe von fas 3.000 m. Es gibt hier, abgesehen von einigen felsigen Steilflanken, keine ausgesprochenen Kletterberge.
Die schönen Almtäler und Hochflächen bilden ein ideales Gebiet für den Schitourenläufer, der hier genussvolle Abfahrten in Einsamkeit, aber auch anspruchsvolle Touren, vorfindet.
Von den höher gelegenen Talorten sind immerhin noch fas 1.500 Höhenmeter Aufstieg zu den höchsten Bergen zu überwinden.
Da hat einmal einer geschrieben
Da hat einmal einer geschrieben, Skitouren im Villgratental sind das Paradies. Und wenn es ein schöneres Wort dafür geben tät, dann müsste man es schreiben. Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Es ist eben paradiesisch, wenn der Pulverschnee in der Sonne glitzert, die Routen durch einsame Almtäler und über im Winterschlaf liegende Hüttendörfer auf die Gipfel führen, deren Anzahl eine große ist und die Berge selbst von unvergleichlicher Schönheit sind.

Schwierigkeitsbewertung der Touren
Grundsätzlich hängen sie von der Steilheit des Geländes und den Schneeverhältnissen (Schneedeckenaufbau) ab. Der Benützer muss im Einzelfall selbst entscheiden, ob die Verhältnisse als „normal“ oder „ungünstig“ zu betrachten sind und somit auch die tatsächliche Schwierigkeit der Tour einschätzen. Eine an sich leichte lawinensichere Tour kann nach einem starken Schneefall mit Windverfrachtung gefährlich werden. In diesem Sinne ist zu beachten: „Wo Schnee liegt, können auch Lawinen abgehen.“
Wer unerfahren ist oder sich unsicher fühlt, braucht deshalb aber auf die großartigen Schigipfel nicht zu verzichten. Es gibt einheimische staatlich geprüfte Berg- und Schiführer. Für eine Gruppe sind die Kosten für einen Bergführer durchaus erschwinglich. Sie betragen für den einzelnen kaum mehr, als eine Tageskarte in einem Schigebiet kosten würde.