
Zwischen Großglockner und den Lienzer Dolomiten haben Spielcomputer Pause, denn das Abenteuer „Natur“ steht hier im Vordergrund.
Kinder lieben Abenteuer!
Gold waschen im Wonky-Tonky Fluss, eine geheime Eishöhle entdecken oder mit echter Kletterausrüstung in den Hohen Tauern herum kraxeln – das sind wahre Abenteuer, von denen Kinder ihren Eltern noch lange erzählen.
Die Ferienregion Hochpustertal hat sich im Sommer ganz auf Familienurlaub spezialisiert, inklusive Abenteuer a la Schmuggeltour. Die Familiennestwochen von Anfang Mai bis Mitte September sind das beste Beispiel dafür. Unter der Aufsicht von pädagogisch geschulten Kinderbetreuern warten wöchentlich zehn attraktive Programmpunkte auf die kleinen Urlauber. Besonders die Spielefeste zählen zu den Highlights eines jeden Familiennesturlaubs. Sie können sich am geheimnisvollen Wonky-Tonky Fluss als Goldgräber versuchen oder als Bergdetektive von Scotland Yard verkleiden. Wen wundert es da, wenn die jungen Gäste nicht mehr nach Hause wollen?


Mama, ich war Spiderman!
Kinderklettern ist momentan bei den jungen Gästen total angesagt, weil sie in sicherer Umgebung und unter fachkundiger Anleitung lernen, wie man sich bewegt und auf was man beim Klettern achten muss. „Nach diesem Klettererlebnis fühlen sich die Kinder selbstbewusster und ein Stück mehr erwachsen“, so einer der Kalser Bergführer.
Du Ranger – ich Forscher!
„Nationalparkranger zu sein ist eine tolle und verantwortungsvolle Aufgabe“, erzählt die 27-jährige Marlene Fehlmann aus Iselsberg. In ihren vier Jahren als Nationalparkrangerin war sie oft mit Kindern, den sogenannten Nationalparkspürnasen unterwegs, damit diese spielerisch lernen, die Natur zu begreifen. „Die Kinder interessieren sich für alles, wo sie selbst Hand anlegen, ihre Sinne einsetzen müssen und die Informationen lebendig vermittelt bekommen“, so Fehlmann. Man stelle sich nur vor, dass man im Frühjahr tatsächlich mit einem Stethoskop an einer jungen Weide die Säfte fließen hören kann. Ganz begeistert sind die Kinder auch, wenn sie in einem Stein im Gletscherbach Eintagsfliegenlarven entdecken und diese ganz genau unter die Lupe nehmen können. Mit solch einfachen Mitteln versetzen die Nationalparkranger viele Kids ins Staunen, die dann nicht selten mit mehr Verständnis und Respekt für die Natur nach Hause fahren.
„Natur ganzheitlich erleben“ kann man auch am fix installierten „Weg der Sinne“ in Virgen. Der ursprünglich für sehbehinderte Menschen konzipierte, 2,5 km lange Weg ist mit verschiedenen Stationen, die alle Sinne ansprechen sollen, gesäumt. Wie bei einem Lauschangriff hält man den Kopf in einen großen Hörtrichter und entdeckt, dass man die leisesten Töne der Umgebung, wie Insekten und Vogelstimmen ganz deutlich wahrnehmen kann. Auch an der Riechstation wird man überrascht von den vielfältigen ätherischen Ölen und Duftstoffen, die in den Pflanzen, Kräutern und Hölzern rund um uns herum verborgen sind. Am Ende des Weges wartet der Forellenhof, wo geräucherte Fische zu guter Letzt den Geschmackssinn stimulieren.
Lamas spucken nicht!
Sind Sie oder Ihre Kinder schon einmal mit einem Lama an der Hand durch die Berge gewandert? Nein – dann sollten Sie sich diese besondere Art des Familientrekkings in den Lienzer Dolomiten für ihren nächsten Osttirol-Urlaub auf alle Fälle vormerken. „Lamas sind sehr stolze und sensible Tiere, durch die wir Menschen sehr viel lernen können“, erzählt Karl-Peter Schneeberger, der diese Trekkings durchführt. Die ursprünglich aus Südamerika stammenden Lastentiere stellen sich total auf ihr Gegenüber ein und bringen ihn oder sie auf den selben gemütlichen Rhythmus, den Lamas von Natur aus haben. Die Anpassung hat beinahe therapeutischen Charakter, denn nicht selten passiert es, dass Eltern ihre Kinder nach einer Drei-Stunden-Tour kaum wieder erkennen. „Sie sind eins mit dem Lama geworden, ruhig und ausgeglichen und sind stolz auf sich, weil sie es geschafft haben, dieses erhabene Tier durch die Natur zu führen“, erlebt Schneeberger immer wieder. Übrigens: Lamas bespucken sich nur gegenseitig!
Die Osttiroler FamOs-Betriebe im Überblick:
Hotel Goldried
Matrei in Osttirol, Tel. +43.4875.6113
info@goldried.at, www.goldried.at
Hotel Laserz ***
Amlach/Lienz, Tel. +43.4852.62488
info@laserz.at, www.laserz.at
Feriendorf Hochpustertal
Heinfels/Sillian, Tel. +43.4842.6165
info@feriendorf-hochpustertal.com, www.feriendorf-hochpustertal.com