Schloß Lengberg bestand bereits um 1100 n. Chr. Damals gehörte es den Grafen von Lechsgemünde. Im 13. jahruhundert kam es zu Salzburg und blieb sechs Jahrhunderte unter der Herrschaft der Erzbischöfe, die im 15. Jhdt. ein Pflegegericht einrichteten und Schloß und Herrschaft an Adelige übergaben, deren Bedeutendster Josef Franz von Getzinger ist.
In den 40 Jahren seiner Amtstätigkeit (1763 bis 1804) beginnt sich durch Neuordnung und Urbarmachung vieler Hektar Land in der Talsohle der Wohlstand der bisher ärmlichen Gerichtsleute zu heben. Getzinger hat sich unter dem Schloß Lengberg den stattlichen Ansitz "Getzenhof" erbaut und den Sitz des Pflegeamtes dorthin übertragen.
Im Jahr 1812 wurde das Pflegericht Lengberg, das genau das heutige Gemeindegebiet umfaßte, aufgehoben. Mit 1. Mai 1816 kam Nikolsdorf über eigenes Ansuchen zu Tirol. Seither wechselte das Schloß mehrmals den Besitzer. Derzeit gehört es dem Land Tirol und wurde in den letzten Jahren vom "Aufbauwerk der Jugend" sorgsam umgestaltet und renoviert.